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Der Kauf des Hauses

Im Jahre 1848 erfolgte also die gewaltige Umwandlung der Stellung der Bauern:

Von nun an gehörte ihnen das Land, das sie bearbeiteten, sie mussten von da an keinen „Zehent“ mehr abliefern, und somit hatten die ehemaligen „Zehenthöfe“ ihre Funktion verloren und wurden verkauft.

So geschah es auch mit unserem Haus:

Franz Ehrentraut, ein Felser Weinbauer, heiratete die Felser Gastwirtstochter Aloisia Leuthner (aus dem Gasthaus „unter der Kirche“).

Er kauft den Säusensteiner Zehenthof (später Nr 69, seit der Straßenbenennung 1974: St. Urbanstr.1), als Brandstatt.

1869 stellt er an die Gemeinde den Antrag zur Errichtung einer straßenseitigen Hofmauer; und obwohl Ehrentraut selber dem Gemeinderat angehört und in allen Gemeinde-Angelegenheiten ein gewichtiges Wort mitzureden hat, ist die Entscheidung schwierig und dauert lange! – Der Grund für das Zögern der Gemeinderäte ist das, seit „ewigen Zeiten“, Bestehen eines Fußpfades quer durch das Anwesen (in Richtung von Ost nach West).

Franz Ehrentraut und Aloisia Leuthner hatten 3 Kinder: Franz (der jung verstarb), Karoline und Marie.

Franz Ehrentraut jun. heiratet und ein Kind entspringt aus dieser Ehe. Franz wird mit 52 Jahren ins Krankenhaus gebracht, wo er letztendlich, an Darmkrebs erkrankt, stirbt.

Die beiden Töchter Karoline und Marie erben das Anwesen.

Karoline heiratet einen Felser Lehrer, Edmund Schuh. Die beiden bauen ein Haus in Wien, Hockegasse und leben auch dort. Marie lebt mit ihrem Mann Dr. Johannes Broinger, dem Richter von Kirchberg (aber auch Künstler und Musiker) im Haus Nr. 69, später St. Urbanstr.1.

Karoline und Edmund Schuh bekommen 2 Kinder, Herbert Schuh und Gertrude Schuh.

Gertrude verstirbt an Kinderlähmung. Somit vererbt Karoline die Hälfte des Anwesens an Herbert Schuh.

Marie und Dr. Johannes Broinger bleiben kinderlos. Die beiden wollen nach dem 2. Weltkrieg in Bad Ischl leben.

Dipl. Ing. Herbert Schuh baut ein Holzhaus in Bad Ischl und tauscht mit Marie Broinger dann die Hälfte des Anwesens St. Urbanstr. 1 gegen das Haus in Bad Ischl.

Somit kommt das Haus in Fels St. Urbanstr. 1 in den alleinigen Besitz von Dipl. Ing. Herbert Schuh, in dem er uns seine Frau Auguste leben.  

Dipl. Ing. Herbert Schuh vererbt das Anwesen nach seinem Ableben 1996 seinem Enkel Gernot Wagner, der mit Vollendung seines 18. Lebensjahres den Besitz übernimmt.

 

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