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Der Gnadenstuhl ist im Landesmuseum St. Pölten ausgestellt und wird wie folgt beschrieben:
Gnadenstuhl aus dem Lesehof des ehem. Stiftes Säusenstein in Fels am Wagram (1511)

| Breitenbrunner Sandstein, um 1511 |
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Als Vorlage des Gnadenstuhls diente Albrecht Dürers Holzschnitt von 1511, dessen Figurenanordnung weitgehend übernommen wurde. Die Hl.-Geist-Taube, die bei Dürer über der Tiara Gottvaters schwebt, fand aus technischen Gründen ihren Platz im Gewölk zu Füßen Christi. Die Breitendimension ist ebenso wie die Beschränkung auf die Hauptfiguren charakteristisch. Bezeichnend ist auch die Tatsache, daß die Tiara Gottvaters in eine Mitrakrone umgewandelt wurde, die dem Typus der für Kaiser Friedrich III. angefertigten und für Kaiser Maximilian I. getragenen Krone entspricht.
Die originale Polychromierung der Plastik ist zum Großteil erhalten geblieben: das Gewand Gottvaters und der Engel ist blau, der ausgebreitete Mantel rot, die Engelflügel, Ärmelquasten und das Lendentuch Christi vergoldet, die Haarlocken sind dunkelbraun. Die Krone Gottvaters, die rechte Hand Christi und die Flügelspitzen des linken Engels sind beschädigt.
(Quelle: Romanik, Gotik, Renaissance, NÖ Landesmuseum Kunstabteilung, Katalog I, 1970, S. 18)
Der Gnadenstuhl - allgemeine Erklärung
Der Gnadenstuhl ist ein Darstellungstypus der Trinität in der christlichen Kunst. In den meisten Fällen besteht die Darstellung aus drei Elementen: Christus am Kreuz (Kruzifix), heiliger Geist (symbolisiert durch eine Taube o. ä.) und Gottvater auf dem himmlischen Thron, der das Kruzifix mit dem Gekreuzigten hält.
Die Darstellungsform soll ein bestimmtes Verständnis von der Trinität ermöglichen: Gott präsentiert Christus den Menschen als denjenigen, der für ihre Sünden am Kreuz gestorben ist. Der Heilige Geist, der zwischen Gott und Christus steht, vermittelt zwischen beiden. Es ist also nur möglich, direkt vor den Thron Gottes zu gelangen, wenn man den Zugang über Christus wählt.
Der Typus des Gnadenstuhls findet sich in der christlichen Kunst vor allem des Mittelalters (siehe Romanik, Gotik) und des Barock.
(Quelle: www.wikipedia.org/wiki/Gnadenstuhl)
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